Der Workshop war eine tolle Erfahrung, um mehr über Kolumbianischen Kakao, seinen Ursprung und die damit verbundene Jahrhunderte alten Tradition zu erfahren.

Cartagena, Kolumbien

15. Oktober 2018

BLOG

Der Charme des Nordens

Chocolate Senses

Da die Zeit knapp war und die Liste der noch zu bereisenden Ortschaften lang, reisten wir bereits nach wenigen Tagen in Bogota weiter nach Cartagena. Dieses äusserst charmante Städtchen im Norden Kolumbiens zog uns mit seinem karibischen Flair und der Hitze augenblicklich in seinen Bann. Die bunten Häuser, welche die Kolonialzeit der Spanier widerspiegelten, der laue Wind mit dem Duft des Karibischen Meeres, der einem ins Gesicht blies und die Musik in den Gassen der Stadt luden uns regelrecht ein, den Moment zu geniessen und uns zu entspannen.

Beim Flanieren durchs Städtchen klingelten sofort meine „Chocolate Senses“ und machten mich auf ein Schokoladengeschäft aufmerksam. Nach dem Eintreten in das Geschäft wurden wir umgehend von einem der Mitarbeiter bedient und über die zahlreichen Produkte informiert. Nach kurzer Zeit fiel mir ein schwarze Schild über der Kasse mit der Aufschrift „Chocolate Workshop“ auf. Wir fragten den Mitarbieter danach und er beschrieb uns den Inhalt dieses Kurses, welcher uns  direkt ansprach, so dass wir noch für den selben Tag einen Termin buchten. Der Workshop sollte nicht vor 14.00 Uhr beginnen. Da es kurz vor Lunch Time war, gingen wir vorab noch auf einen kulinarischen Tiefgang. Mit zufriedenen Bäuchen begaben wir uns zurück ins Schokolandengeschäft.

Wir erhielten unsere Ausrüstung, bestehend aus einer Kochmütze und einer Schürze. Zu Beginn gab es einen Rundgang durch das hauseigene Kakaomuseum. Dabei wurde uns der ganze Prozess von der Ernte der reifen Frucht über die Fermentation bis hin zur Herstellung einer Tafel mit Illustrationen erklärt. Danach ging es ans Eingemachte. Nun durften wir selbst Hand anlegen und begannen die fermentierten Bohnen zu rösten, um diverse, typisch kolumbianische Schokoladengetränke herzustellen.

Die Röstung der Kakaobohne verleiht ihr einen bestimmten Geschmack und erleichterte gleichzeitig das Ablösen der Schale von der Bohne. Im Anschluss verkleinerten wir die Bohnen in schweisstreibender Arbeit mit einem kleinen Mörser zu einer dicken Masse, welche dann mit Wasser verdünnt wurde. Je nach Tradition wird die Schokolade auf verschiedene Weisen mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Chili etc. verfeinert. Leckere Sache!
Die nach dem Röstprozess abgelösten Schalen der Kakaobohnen können übrigens für die Herstellung von heissem oder kaltem Tee verwendet werden. Dieser kann, je nach Gusto, mit Zitrone und ein wenig Panela (zusammengepresster Rohzucker) verfeinert werden.

Der dritte Teil des Workshops bestand darin, eigene Pralinen herzustellen. Dabei ging es mehr darum, kreativ zu sein und die bereits hergestellte Kuvertüre mit bereitgestellten Zutaten wie Chili, Salz, Cranberries, Mandeln etc. zu veredeln.

Der Workshop war eine tolle Erfahrung, um mehr über den kolumbianischen Kakao, seinen Ursprung und die damit verbundene Jahrhunderte alten Tradition zu erfahren. An dieser Stelle möchte ich noch unseren Workshopleiter Carlos hervorheben, der den Workshop zu einem wirklich tollen Erlebnis gemacht hat.

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